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Vor einer Woche wurden in Istanbul und Antalya insgesamt zehn Mitglieder einer Schleuserbande verhaftet. In Antalya ist nun das ganze Ausmaß dieser Polizeiaktion gegen das organisierte Verbrechen bekannt gegeben worden. Nach Angaben der Ermittlungsbehörden in Antalya hat einer der verhafteten Verdächtigen ausgepackt. Der irakische Staatsbürger habe erklärt, dass er für die Schlepperbande in Antalya und Istanbul Flüchtlinge aus dem irakischen Raum gesucht und vermittelt habe. Pro Kopf habe er dabei von den Flüchtlingen zwischen 10.000 und 20.000 Euro erhalten. Davon habe er den grössten Teil an die Bande in der Türkei weitergeleitet. Die Kontakte wurden nach Polizei-Angaben über Emailadressen von toten PKK-Mitgliedern geknüpft.

Bei den Festgenommenen handelt es sich um den Iraker, um einen pensionierten Lehrer, der bereits wegen PKK-Verbindungen und Urkundenfälschung angeklagt war, sowie um mehrere Helfer und zwei mutmaßliche Bosse der Bande. Diese beiden hatten sich in Istanbul mehrere Wohnungen und Villen innerhalb kürzester Zeit gekauft. Die Ermittlungen gestalteten sich laut Polizei als schwierig, weil die Festgenommenen einen kurdischen Dialekt zur Kommunikation benutzten. Erst später habe man mit einem weiteren Beamten mit Sprachkenntnissen beim Lösen des Falles Fortschritte erzielt. (20.01.2010)


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