Die ärgerlichsten Buchungsfallen

Bei einer Umfrage unter deutschen Internetnutzern waren 69 Prozent der Befragten verärgert über zusätzliche Kosten, die während der Flugbuchung im Internet erhoben werden. Drei Viertel sind so frustriert, dass sie die Buchung abbrechen. Allerdings beschweren sich nur acht Prozent beim Unternehmen. Neun Prozent buchen zwar, aber schwören sich, nie wieder das Portal zu besuchen.

Während der Buchung zusätzliche Kosten zu erheben, scheint eine weit verbreitete Praxis zu sein: 44 Prozent der Befragten geben an, dies schon einmal erlebt zu haben. Entsprechend appellieren 87 Prozent an die Tourismusindustrie, einheitliche und transparente Verfahren bei der Preisdarstellung im Internet einzuführen. Die Tourismusindustrie müsse den Konsumenten zuhören. Diese wollen den Gesamtpreis von Beginn der Buchung an transparent dargestellt wissen, inklusive aller anfallenden Kosten und Gebühren.

Die größten Ärgernisse:
Gepäck (54 Prozent), Kreditkartengebühren (51 Prozent) und Verwaltungskosten (45 Prozent) stehen ganz oben auf der Liste der ärgerlichsten Zusatzkosten. Voreingestellte Reiseversicherungen sorgen bei 22 Prozent für Unmut.

Enttäuschung und Zeitverschwendung
Die Frustration über unklare Preisangaben ist spürbar: 61 Prozent fühlen sich in die Irre geführt und betrogen. 57 Prozent stört die verschwendete Zeit. Rund die Hälfte der Befragten hält Preisvergleiche zwischen verschiedenen Webseiten im Internet für fast unmöglich.

Appell für mehr Klartext
87 Prozent der Befragten fordern die Tourismusindustrie auf, einheitliche und transparente Verfahren zur Preisdarstellung umzusetzen. Kosten, die von Beginn an kalkuliert werden sollen, sind Steuern (88 Prozent), Gepäck- und Verwaltungsgebühren (80 Prozent und 73 Prozent) und Auslagen für Check-In Verfahren (68 Prozent).

Buchungslotsen im Internet
Die Deutschen sind anspruchsvolle Schnäppchenjäger. Bei der Auswahl des Urlaubs zählt für drei Viertel der Preis, gefolgt von transparenten Kosten (63 Prozent). Während die Benutzerfreundlichkeit mit zunehmendem Alter der Internetnutzer ein zentrales Thema ist, handeln die Jüngeren stark kostenbewußt. Sicherheit und Datenschutz sind für ein Drittel der Jüngeren bis 29 Jahre ein sensibler Aspekt. Mehr Durchblick durch Funktionen zum Vergleich von Angeboten erhoffen sich insgesamt 36 Prozent. (12.03.2010)