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Deutschland und die Türkei wollen mit der neuen Künstlerakademie den Austausch zwischen den beiden Kulturen voranbringen. Deutsche und türkische Künstler können künftig für ein halbes Jahr mit einem Stipendium arbeiten. Die Akademie liegt in der Villa Tarabya direkt am Bosporus. Es ist die ehemalige Sommerresidenz des deutschen Botschafters. Bislang fanden dort vor allem Tagungen und Festveranstaltungen statt. Auch die deutsch-türkische Industrie- und Handelskammer hat dort ihr Büro. Die offizielle Einweihung fand heute abend im Beisein der beiden Außenminister Guido Westerwelle und Ahmet Davutoğlu statt.


Vorbild für die neue Kulturakademie ist die Villa Massimo in Rom. Die Villa Tarabya liegt eine halbe Stunde Fahrzeit vom europäischen Zentrum Istanbuls entfernt, in einem 18 Hektar großen Park. Das Gelände schenkte Sultan Abdülhamid II. bereits 1880 dem Deutschen Reich zur diplomatischen Nutzung. Die Türkei beteiligt sich nicht an der Finanzierung der Akademie. Es ist geplant, dass die ersten fünf Kulturschaffenden im nächsten Frühjahr einziehen. Zunächst sollen es zwischen fünf und zehn Künstler sein. (13.10.2011)


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