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Bei einem Erdbeben der Stärke 6,0 sind im Osten der Türkei mehr als 50 Menschen getötet worden. Die meisten Opfer wurden am Montagmorgen im Schlaf von dem Beben in der Provinz Elazığ überrascht und unter den Trümmern ihrer Häuser begraben. Weil vor allem traditionelle Lehmhäuser einstürzten, begann umgehend eine Diskussion über mangelnde Vorbeugung vor derartigen Katastrophen.
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Das Erdbeben traf insbesondere drei Dörfer in der Umgebung der Stadt Kovancılar in der Provinz Elazığ, wo auch das Epizentrum des Erdbebens lag. In den Dörfern stürzten Häuser ein, so dass Hunderte von Verletzten in Krankenhäuser eingeliefert werden mussten. Bisher sind 51 Todesopfer geborgen worden. Am frühen Nachmittag wurden im Erdbebengebiet die ersten Toten zu Grabe getragen. Der Provinzgouverneur von Elazığ, Muammer Erol, sagte, in insgesamt zehn Dörfern seien Gebäude eingestürzt.
Der Rote Halbmond hat unterdessen im Hof der Dorfschule von Okcular sein Hauptquartier für Hilfsleistungen eingerichtet. Für Überlebende werden Zelte aufgebaut, Decken und warme Mahlzeiten verteilt. Der türkische Staat, der bei früheren Erdbeben oft genug bei der Soforthilfe versagte, wird diesmal sofort aktiv. Selbst die Bewohner von unzerstörten Häusern suchen Schutz in den Zelten, denn zwei starke Nachbeben und Dutzende kleiner Beben sorgen in Okcular immer wieder für neue Panik.
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Während sich die obdachlosen Erdbebenopfer in den Zelten aufwärmen, kämpfen sich im Dorf schwere Räummaschinen durch die Trümmer der Häuser. Dabei fällt auf, dass modernere Betongebäude im Ort fast unbeschadet stehen geblieben sind, während viele traditionelle Bauernhäuser nur noch Schutthaufen sind.
Zerstörerisch wirkte das Erdbeben auch dadurch, weil das Zentrum des Erdbebens nur 5 km unter der Erdoberfläche lag. Es wurde auch in den Nachbarprovinzen Tunceli, Diyarbakır und Malatya gespürt, wo Tausende erschreckter Bürger aus dem Schlaf gerissen wurden. (08.03.2010)
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